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Presse

Artikel vom 14.05.12

Einfach schön wohnen

Das lässt es sich bei der WVW, der Wohnungsbau Wohnungsverwaltung Weißenfels GmbH.


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Bunt sieht es einfach schöner aus, wie auf dem linken Bild in der Müllnerstraße. Die WVW hat auch dafür gesorgt, dass das Haus in der Weißenfelser Schlossgasse wieder ein richtiges Schmuckstück ist. FOTOS: WVW

WEISSENFELS/MZ. Die WVW Wohnungsbau Wohnungsverwaltung Weißenfels GmbH ist das kommunale Wohnungsunternehmen der Stadt Weißenfels. Das Unternehmen betreut mit seinen 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund 4 600 Wohnungen, Gewerberäume, Garagen und Stellplätze in Weißenfels. Ob Familien, Senioren oder Singles, die WVW bietet den Menschen bezahlbare Wohnräume in allen Stadtteilen. Mieternähe, Freundlichkeit sowie eine schnelle Reaktion auf Kundenwünsche gehören zu den Hauptanliegen der Frauen und Männer, die für die WVW arbeiten. In den letzten Jahren wurde viele Häuser und Wohnungen der WVW schöner und moderner.

Durch diese Modernisierungsmaßnahmen haben die Gebäude einen hohen Standard erreicht. Beispiele dafür finden sich in Weißenfels-West, in Weißenfels-Nord, mit dem markanten Hochhaus Merseburger Straße 97, am Südrings 97, am Markt 6 und Markt 7/Leipziger Straße 1 sowie die Fertigstellung des Neubaus Merseburger Straße 47. In der Burgstraße 1/Klosterstraße 2 konnten Ende des vergangenen Jahres nach der umfangreichen Sanierung und der Errichtung eines Neubaus viele Frauen und Männer, die bei Stadtverwaltung Weißenfels arbeiten, endlich in schöne, neue Büros einziehen.

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In solchen Wohnungen mit den schönen Balkonen,
wie am Südring, lebt es sich gut.

Durch das Sponsoring in den Bereichen Sport, Kunst und Kultur, Soziales und Tierschutz wirkt die WVW außerdem aktiv an der Gestaltung und Verbesserung der Lebensverhältnisse der Einwohner und Gäste der Stadt Weißenfels mit.

 

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Artikel vom 11.05.12

Jede dritte Wohnung steht leer

VON ANDREAS RICHTER

WEISSENFELS/MZ - Knapp ein Drittel des vermietbaren Wohnungsbestandes der Wohnungsbau Wohnungsverwaltung Weißenfels GmbH (WVW) steht derzeit leer. Darüber informierte WVW-Geschäftsführerin Kathleen Schechowiak während der jüngsten Vorstellung des Unternehmenskonzeptes im Stadtrat. Es sei damit zu rechnen, dass das städtische Wohnungsunternehmen jährlich weitere 60 Wohnungen und damit jeweils jährliche Mieteinnahmen in Höhe von 170 000 Euro verliert, sagte sie. Wenn dieser vor allem durch die Bevölkerungsentwicklung bedingte Trend anhält, sei in vier Jahren mit einem Leerstand von 40 Prozent zu rechnen.

Finanzierung ohne Fremdkapital

Aufbauend auf einer realistischen Zustandsanalyse, stellte Schechowiak, die die WVW seit gut einem Jahr leitet, den Stadträten Grundzüge des Unternehmenskonzeptes für die nächsten zehn Jahre vor. Aufgrund der hohen Verschuldung werde die WVW keine Vorhaben mehr mit Fremdkapital finanzieren. Die Höhe der liquiden Mittel sollte nicht unter acht Millionen Euro sinken. Nachdem sich die WVW beim Abriss von Wohnungen in den vergangenen Jahren stark zurückgehalten hat, sind solche Maßnahmen jetzt Teil des Unternehmenskonzeptes. Nachdem mit dem Wohnblock Südring 138 bereits 84 Wohnungen abgerissen wurden (die MZ berichtete), sind am Südring 48-51 und 39-41 sowie in der Merseburger Straße 95 weitere Abrissmaßnahmen geplant. In der Südstadt sollen in den Jahren 2012/13 rund 190 000 Euro in die Aufwertung des Wohngebietes investiert werden. Dazu gehöre die Verschönerung der Außenanlagen ebenso wie die Renovierung von Treppenhäusern.

Vortrag nimmt Illusionen

Um gesetzliche Verpflichtungen einhalten zu können, muss die WVW laut der Geschäftsführerin in den Jahren 2014/15 in die Anmietung von Rauchwarnmeldern und Wärmemengenzählern investieren. Als Schwerpunkt für die Jahre 2016 bis 2021 nannte Schechowiak die Sanierung ausgewählter Altbauten, so unter anderem der Großen Burgstraße 16 oder der Leopold-Kell-Straße 7 und 24.

"Ich bin ein paar Illusionen los", sagte Siegfried Hanke (SPD-Fraktion) nach dem Vortrag im Stadtrat. Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) verwies darauf, dass die hundertprozentige Tochter der Stadt in den nächsten Jahren keinen Beitrag zur Sanierung des städtischen Haushalts wird leisten können. Was erwirtschaftet wird, müsse in die Sanierung des Wohnungsbestandes gesteckt werden.

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Artikel vom 19.04.12

Behinderte im Blick

WEISSENFELS/MZ/ARI - Die Barrierefreiheit des neuen Verwaltungsgebäudes der Stadt an der Ecke Klosterstraße/Große Burgstraße wurde vor wenigen Tagen während eines Rundgangs mit Verantwortlichen der Stadt, der Wohnungsbau Wohnungsverwaltung Weißenfels GmbH (WVW) und des Landkreises sowie Mitgliedern von Behindertenvertretungen unter die Lupe genommen.

Wie die Behindertenbeauftragte des Landkreises, Ines Prassler, auf MZ-Anfrage sagte, waren zahlreiche Belange der Behinderten bereits während der Bauphase beachtet worden. Allerdings sei es unmöglich gewesen, jedes Detail in ausreichendem Maße zu berücksichtigen. Wie Prassler weiter informierte, hatte vor allem der Blinden- und Sehbehindertenverband im Vorfeld der jetzigen Begehung auf Mängel aufmerksam gemacht. So seien die Türdrücker am Haupteingang für Sehbehinderte sehr schlecht zu finden. Mit einer Klingel soll dieses Problem nun gelöst werden. Ein weiteres Manko wurde während der Begehung festgestellt: Die kurze Treppe zum vorderen Eingang an der Ecke Große Burgstraße/Klosterstraße ist derzeit nur rechterhand mit einem Geländer versehen. Mit dem Anbau eines zweiten Geländers soll die Sicherheit für Behinderte nun verbessert werden. Um die Orientierung der Sehbehinderten zu erleichtern, soll darüber hinaus noch eine Platte mit erhabener Schrift angebracht werden. Um sich als Sehender wirklich in die Situation eines Sehbehinderten hinein versetzen zu können, hatte Prassler eine spezielle Brille mitgebracht. "Wir haben nun die Grundlage, um noch einige Veränderungen im Detail vornehmen zu können", sagte Prassler im Anschluss an die Begehung.

Das neue Verwaltungsgebäude war Ende vergangenen Jahres übergeben worden. Dort befindet sich jetzt unter anderem das Bürgerbüro mit Einwohnermeldeamt, Gewerbeamt und Wohngeldstelle.

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Artikel vom 07.04.12

Geld liegt auf der Treppe

WEISSENFELS/MZ - "Bei uns liegt das Geld auf der Treppe", heißt ein Slogan, mit dem die Weißenfelser Wohnungsbau Wohnungsverwaltung GmbH (WVW) in diesen Tagen wirbt. Die MZ fragte nach bei Geschäftsführerin Kathleen Schechowiak, was sich dahinter verbirgt.

"Wir wollen mit gezielten Aktionen noch mehr gegen den Leerstand unternehmen", erklärt die WVW-Chefin das Anliegen. Jedes Jahr verliere das größte Wohnungsunternehmen der Stadt etwa 60 Mieter angesichts der demografischen Entwicklung und durch Wegzüge aus der Saalestadt, sagt Schechowiak.

Besonders in den obersten Etagen der Plattenbauten auf dem Kugelberg und in der Südstadt herrsche Leerstand. Wer nach ganz oben zieht, soll nun belohnt werden. Für neue Mieter, die sich hier einrichten wollen, sollen Anreize geschaffen werden, bietet die WVW einen Bonus von 50 Euro Nachlass pro Monat. "Für zusätzliches Treppensteigen", sagt die Geschäftsführerin in Erinnerung an den Slogan. "Es ist ein Versuch, um gemeinsam Kosten zu sparen", fügt sie hinzu.

Die ersten Interessenten hätten inzwischen Mietverträge unterschrieben, um in den Genuss zu kommen, weniger Miete zu bezahlen. Sollten noch ein paar mehr Bürger dieses Angebot des Sparens reizvoll finden und unterzeichnen, wolle das Wohnungsunternehmenauf Mieter zugehen, die bereits in den genannten Plattenbau-Gebieten zu Hause sind beziehungsweise bereits in den obersten Stockwerken wohnen. Auch sie sollen Sparangebote, angepasst an ihre monatlichen Mieten, erhalten. "Wenn wir die fünften Etagen stilllegen oder zu Bodenkammern umgestalten würden, müsste unser Betrieb mehr Geld für solche Maßnahmen investieren", versichert die Wohnungswirtschaftlerin, die das Vorhaben kürzlich im Aufsichtsrat vorgestellt hatte.

Konkret handele es sich um 26 leerstehende Drei- und Vierraumwohnungen - 17 Wohnungen auf dem Kugelberg und neun im Südring, alle in der fünften Etage. Nicht vom Bonus betroffen sind Mieter kleinerer Wohnungen und jene, die über einen Aufzug im Haus verfügen können, schränkt die 42-jährige Chefin ein.

Als größtes Plus während ihrer einjährigen Amtszeit bezeichnet sie ein weiteres Vorhaben gegen den Leerstand, das realisiert werden konnte. "Wir haben den Südring 138 so elegant wie möglich und in Windeseile abgerissen und danach alle 40 Mieter mitgenommen", zieht sie Bilanz. Einwohner im Alter von über 20 bis über 90 seien der WVW treu geblieben und in die benachbarten Gebäude mit den Hausnummern 134 und 136 umgezogen. Das Unternehmen sei derzeit bei den letzten Arbeiten, um die Treppenhäuser entsprechend "aufzuhübschen". Für frische Farben an den Wänden und neue Fußböden nimmt die WVW 115 000 Euro in die Hand, nachdem bereits in den Wohnungen malermäßig und für die Sanitärbereiche investiert worden war. "Es war viele Wochen lang laut und schmutzig, was die Mieter mit viel Geduld ertragen haben, so etwas ist nicht selbstverständlich. Deshalb wollen wir uns in den nächsten Tagen mit einem kleinen Fest bedanken", kündigt Kathleen Schechowiak an. Das gehöre zu einer bürgernahen Arbeit eines modernen Wohnungsunternehmens.

Stolz sei die Geschäftsführerin zudem darauf, dass die Verwaltung noch stärker auf Mieterbedürfnisse eingehe als bisher. "Unsere Objektverwalter arbeiten nicht etwa nur vom Schreibtisch aus mit den Kunden. Sie gehen vor Ort, um schnell und unbürokratisch erreichbar zu sein und entsprechend zu handeln, wenn Sorgen und Nöte anstehen", erklärt sie.


KOMMENTAR Dienstleister

Die Wohnungsbau Wohnungsverwaltung GmbH in Weißenfels beschreitet neue Wege, um das Gespenst des Leerstandes abzuschütteln. Das ist ein steiniger Weg, zumal die Bevölkerung immer älter wird und außerdem viele Menschen durch Wegzüge ihrer Stadt den Rücken kehren.

Dennoch ist der Versuch der aktuellen Aktion zu begrüßen. Er ist kein Treppenwitz, sondern ernstgemeint. Dass er bereits erste Früchte trägt, lässt hoffen. Sparen Mieter Kosten, hat auch das Unternehmen etwas davon und kann gespartes Geld in andere Maßnahmen investieren, damit die Mieter spüren: Es tut sich was und ich darf dabei mitarbeiten, ich werde einbezogen ins Geschehen - ob Abriss oder Umzug samt Modernisierung, wie jüngst im Südring passiert. Werden Mieter informiert und integriert, haben sie auch Verständnis für Maßnahmen, die mit Schmutz- und Lärmbelästigung verbunden sind. Zunehmende Bürgernähe steht der WVW als hundertprozentiger Tochter der Stadt gut zu Gesicht, denn Mitarbeiter des kommunalen Betriebes sind Dienstleister. Im Dienst der Bürger ist ihnen auf neuen Wegen ein langer Atem zu wünschen.

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Artikel vom 20.01.12

Ruinen sind Dorn im Auge

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FOTO: VINCENT GRÄTSCH

WEISSENFELS/MZ. Die Weißenfelser Wohnungsbau Wohnungsverwaltung GmbH (WVW) will sich von 23 leerstehenden Mehrfamilienhäusern trennen. 14 dieser Gebäude sind so ruinös und nicht mehr standsicher, dass hier ein Abriss dringend notwendig ist. Darauf verweist WVW-Geschäftsführerin Kathleen Schechowiak, nachdem sich der Aufsichtsrat in seiner jüngsten Sitzung mit diesem brisanten Thema beschäftigt hatte.

Neun weitere Objekte, darunter einige denkmalgeschützte, versuche das kommunale Wohnungsunternehmen zu verkaufen - für einen symbolischen Preis. "Um zu retten, was vielleicht durch viel Eigeninitiative von Bewerbern und durch Fördermittel gelingen könnte", sagt die Wohnungswirtschafterin.

Das größte Wohnungsunternehmen der Stadt, die 100-prozentige Gesellschafterin der WVW ist, müsse wirtschaftlich denken und handeln, hebt Schechowiak hervor. Zwei Wochen lang haben sich Mitarbeiter und die Chefin selbst sowie der beauftragte Architekt Joachim Albus vor Ort ein genaues Bild über die Immobilien gemacht, von denen die meisten Häuser in den Jahren 1850 bis 1910 erbaut worden waren. Über jedes Haus werde eine Dokumentation samt Kostenanalyse angefertigt. Die ersten Anträge auf Abriss liegen beim Denkmalschutz der Stadtverwaltung vor, um jeden Fall zu prüfen. "Wir haben einen extremen Leerstand. Angesichts der rückläufigen Einwohnerzahlen müssen wir uns diesem Thema kurz- und mittelfristig stellen", sagt Schechowiak. Nicht mehr zu retten und auch nicht notzusichern seien die Häuser in der Schützenstraße 8 und 12. Das Gebäude dazwischen mit der Hausnummer 10 ist ebenfalls verfallen und gehört einer Eigentümerin aus Stuttgart. Sie habe sich an die WVW mit der Bitte um Abriss gewandt. "Hier hält Not Elend, es ist wie ein Fass ohne Boden, so dass wir in den nächsten Wochen handeln müssen", erklärt die Wohnungswirtschaftsexpertin.

Ein gruseliges Innenleben zeigt die Naumburger Straße 23 gegenüber der Tankstelle. WVW-Mitarbeiter Thomas Richter öffnet die Türen: verrostete Briefkästen im Flur, abgeblätterte Farbe im Treppenhaus. Eingestürzte Decken geben den Blick in den Himmel frei, kaputte Dielen, verblichene Tapeten erinnern an tiefste DDR-Zeiten, ein uraltes Namensschild an einer Wohnungstür in der ersten Etage und überall Müll - Unrat, soweit das Auge reicht. Eine einzige Bruchbude mit löchrigem Dach. Wer will hier an der stark befahrenen Bundesstraße 87 einziehen? "Selbst wenn wir das Haus sanieren, wissen wir nicht, ob dort jemand wohnen möchte", sagt Schechowiak. 2004 zog das Schuhgeschäft im Erdgeschoss als letzter Mieter aus.

Eine Million Euro müsse die WVW für den Abriss der 14 Ruinen investieren, das haben Kostenschätzungen ergeben. Verkauft werden sollen in der Neustadt: die Katharinenstraße 13, Müllnerstraße 29, Nordstraße 1, Tagewerbener Straße 28. In der Altstadt geht es um die Beuditzstraße 22, Kleine Deichstraße 14, Zimmerstraße 12 und 28 sowie An der Schleuse. Interessenten, die handwerklich begabt sind und vieles in Eigenregie sanieren wollen, sollten sich an die WVW wenden. "Uns interessiert, was Bewerber an Dach und Fach zu tun gedenken, was sie innen beabsichtigen, ist ihre Sache", so Schechowiak. Allerdings schließe jeder Kaufvertrag eine Sanierungspflicht über zwei bis drei Jahre ein. Komme der Käufer den Auflagen nicht nach, so habe die WVW ein Rückkaufsrecht. Oberbürgermeister und WVW-Aufsichtsratsvorsitzender Robby Risch bestätigt das auf Nachfrage. "Extremer Leerstand und hoher Sanierungsbedarf stellen uns aufgrund der demografischen Entwicklung vor schwere Aufgaben. Wir können nicht jedes Denkmal erhalten", sagt er. Das sei wirtschaftlich nicht vertretbar.

Interessenten für ein Haus können sich im Sekretariat bei der WVW melden,
Telefon 03443 / 29 24 10

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Artikel vom 21.12.2011

Hilfe für Morle und Co.

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FOTO: MZ

weissenfels/MZ. Der Kornwestheimer Ring in Weißenfels-Nord hat ein Katzenproblem. Es sind etwa zehn Tiere ohne Zuhause - Streuner, wie der Volksmund sagt, die keiner haben will. "Wegsehen ist keine Lösung, Futterverbot auch nicht", sagt Kathleen Schechowiak. Deshalb hat sich die Geschäftsführerin der Wohnungsbau Wohnungsverwaltung GmbH Weißenfels (WVW) vor Ort mehrfach mit Mietern getroffen, um eine vernünftige Lösung zu finden.

Zusammen mit Vorstandsmitgliedern des Tierschutzvereins Saale-Rippachtal hat die Chefin des größten Wohnungsunternehmens der Stadt am Dienstagfrüh die ersten Katzen eingefangen und zum Kastrieren beziehungsweise Sterilisieren dem Vertragstierarzt übergeben. Danach ging es einen Tag in häusliche Obhut zu Vereinsmitgliedern, um sich nach dem Eingriff zu erholen. Danach bringen sie Frauen und Männer im Ehrenamt wieder dorthin, wo sich die Katzen bisher aufgehalten haben - in den Kornwestheimer Ring. "Wir haben gehandelt, damit sich Minka, Lisa und die anderen Katzen nicht weiter vermehren, ansonsten bekommen wir in der Tat ein ganz ernstes Problem", erläutert Kathleen Schechowiak.

Aufgefallen sei ihr die Katzenplage bei regulären Kontrollgängen in leerstehenden Wohnungen im besagten Wohngebiet. Mehrere Futternäpfe standen auf dem Gelände. Frauen wie Monika Caroli füttern die Streuner und haben ihnen sogar Namen gegeben. Mieter, die ihre Namen nicht für die Zeitung nennen wollen, finden das Füttern "unmöglich und unverantwortlich. Weil es stinkt, weil das Futter andere Tiere anlockt, weil dies besonders während der Sommermonate hygienisch nicht zu vertreten ist."

Die WVW-Chefin hat für eine solche Kritik durchaus Verständnis, räumt aber ein, dass sich Mieter ihrer Katzen nicht entledigen können, als seien die Tiere Müll. Denn woher sonst sollten die Samtpfoten kommen. Hergezaubert habe sie niemand. "Wir müssen hier gemeinsam etwas tun und uns dem Thema stellen. Man zieht weg und lässt zurück", beschreibt sie zunehmende Mentalitäten von Menschen, ein rücksichtsloses Verhalten, das nicht hinnehmbar sei.

Unterstützung findet die WVW beim Tierschutzverein Saale-Rippachtal, in dem das Unternehmen als Fördermitglied integriert ist. Vereinsvorsitzende Rita Wagner erinnert an eine Spende, die die WVW im Oktober in Höhe von mehr als 2 400 Euro während eines Festes anlässlich des 20-jährigen Jubiläums übergab. Gratulanten hatten auf Geschenke verzichtet und auf Anregung von Schechowiak Geld für den Verein gespendet.

"Wenn sich ein Unternehmen wie die WVW so für den Tierschutz einsetzt, kann ich nur den Hut ziehen", versichert Rita Wagner. Sie wisse aus dem Berliner Raum, dass sich dort ein Wohnungsunternehmen genau diesem Problem stelle. "Wenn alle so denken und handeln würden wie die WVW-Geschäftsführung, dann hätten wir diese Sorgen um die verwilderten Hauskatzen überhaupt nicht", sagt Wagner. Meckern und Streiten nützten nichts.

Etwa 500 Euro Kosten für die Versorgung durch den Tierarzt, mit dem der Verein einen Vertrag abgeschlossen hat, stellt die WVW zur Verfügung. Die Tierschützer würden sich über weitere Sponsoren freuen, um ihrem Ziel, im nächsten Jahr ein neues Tierheim zu bauen, näher zu kommen. "Dafür brauchen wir Förderer, die unsere ehrenamtliche Arbeit verstehen, statt Tiere wie eben diese Katzen als Störenfriede zu empfinden. Dass Morle und Co. weiterhin im Kornwestheimer Ring gefüttert werden dürfen und kein anderes Zuhause erhalten, hängt damit zusammen, dass sie nicht mehr vermittelbar sind. "Die Vierbeiner haben zu viel Schlimmes durchgemacht. Deshalb sind sie wahnsinnig scheu, es ist schon kompliziert, sie für den ärztlichen Eingriff mit dem Korb einzufangen", weiß Monika Caroli. Das erfordere viel Zeit und Geduld.

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Artikel vom 20.12.2011

Schwieriger Bau findet gutes Ende

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Weissenfels/MZ/ARI - Seit gestern Nachmittag ist es offiziell: Vor zahlreichen Gästen der Stadt hat Architekt Rudolf Schulz das Verwaltungsgebäude an der Ecke Große Burgstraße/klosterstraße an den Bauherrn, die Wohungsbau Wohnungsveraltung GmbH Weißenfels (WVW) übergeben. Zuvor erinnerte Bernd Steudtner, der als ehemaliger WVW-Geschäftsführer die Sanierung des Gebäudes maßgeblich begleitet hatte, noch einmal an die nicht ganz einfache Bauzeit.

"Es war eine ganz schwierige Ecke", sagte Steudtner und verwies darauf, dass in dem 2009 begonnenen Projekt-Neubau, Um- und Ausbau und Sanierung gleichermaßen zu bewältigen waren. Dabei habe man auch manchen Kompromiss in Sachen Denkmalschutz eingehen müssen. Nicht zuletzt aufgrund des vergangenen strengen Winters habe sich die Fertigstellung des Gebäudes immer wieder verzögert.

"An jeder Ecke gab es neue Überraschungen", sagte der Architekt Schulz bei der Schlüsselübergabe im neuen Bürgerbüro im Erdgeschoss. So habe man unter anderem Wände austauschen, alte Treppen ersetzen und schlechten Baugrund überwinden müssen. Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) verband den Dank an alle, die am schwierigem Bau mitwirkten, mit der Hoffnung, dass von dem Sanierten Gebäude eine Signalwirkung für andere verfallende Häuser in der Nachbarschaft ausgeht.

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Artikel vom 20.12.2011

Herrin der Schlüssel

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FOTO: Peter Lisker

In der Wohnungsbau Wohnungsverwaltung GmbH in Weißenfels ist Heike Plaul Herrin der Schlüssel. Die WVW-Mitarbeiterin posierte fürs Foto vor dem Stahlschrank, in dem sich etwa 3.000 Schlüssel für leerstehenede Wohnungen befinden.

Um welche Wohnung es sich handelt, zu deren Türen welcher Schlüssel passt, darüber wird im größten Wohnungsunternehmen der Stadt genauestens Buch geführt. Aus diesem Grund sind die Wohnungs- und Haustürschlüssel auch mit angehängtem beschrifteten Etiketten versehen.

Die Schlüssel sind unentbehrlich, um regelmäßige Kontrollgänge durchzuführen. Unbewohnte Räume müssen regelmäßig samt sanitärer Einrichtungen gereinigt, gespült und renoviert werden. Interessieren sich Mieter für diese Wohnungen, sind die Schlüssel wichtig für die Besichtigung der Räume.

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Artikel vom 10.12.2011

Brand sorgt für Aufregung

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FOTO: M. THOMÉ

WEISSENFELS/MZ. "Hier ist ja was los", sagte ein junger Mann, der Donnerstagabend mit seinem Fahrrad in der Weißenfelser Neustadt unterwegs war und plötzlich vor etlichen Feuerwehrautos in der Merseburger Straße stand. Eigentlich wollte er sich nur schnell in einem Imbiss was zum Abendbrot holen, doch der Großeinsatz am Neubaublock 8 im Neumarkt war da spannender. Gegen 19.30 Uhr nämlich brach im Keller des Wohnblocks ein Feuer aus, in dessen Folge es zu starker Rauchentwicklung kam.

"Aus mehreren Kellern drang dichter Qualm, wir konnten anfangs überhaupt nicht sehen, wo das Feuer herkommt", erklärte Einsatzleiter Sven Bergmann von der Weißenfelser Feuerwehr. Man habe die Hand vor Augen nicht sehen können. Neun Trupps mit Atemschutzmasken wurden vorgeschickt, um herauszufinden, wo sich die Brandstätte befindet. Das Feuer war schnell gelöscht, doch die Entlüftung wurde sehr aufwändig, so dass zu den Weißenfelser und Borauer Wehrleuten noch welche aus Leißling und Großkorbetha mit ihrer Belüftungstechnik hinzugezogen wurden. Dennoch mussten vier Hausbewohner vom leitenden Notarzt untersucht werden, weil der Verdacht auf Rauchgasvergiftung vorlag. Sie konnten jedoch in ihre Wohnungen zurückkehren, so Stadtwehrleiter Tomke Albers. Anfangs gab es Überlegungen, die Häuser zu evakuieren, die Hausbewohner wurden dann aber gebeten, in den Wohnungen zu bleiben und feuchte Tücher vor die Tür zu legen, damit kein Qualm in die Wohnung zieht. Die Ursache des Brandes sei ungeklärt, so die Polizei, hinter vorgehaltener Hand sprach die Feuerwehr von Brandstiftung.

Freitagmorgen saß der Schreck einigen Mietern noch immer tief in den Gliedern. Ein älterer Bewohner zeigte sich beunruhigt, es sei schon ein mulmiges Gefühl, wenn es brennt. "Wir haben die halbe Nacht nicht geschlafen. Man weiß doch nie, was da unten im Keller noch passiert", berichtete ein Ehepaar. Obwohl sie feuchte Tücher vor ihre Eingangstür legten, zog dennoch Qualm in ihre Wohnräume. Das bestätigte auch eine Seniorin, die trotz Aufregung anschließend ruhig geschlafen hat. Von den 16 Wohnungen im Block, in dem mehr als 30 Menschen leben, sei eine nicht belegt, hieß es vom Eigentümer, der WVW. 70 Kameraden mit 15 Fahrzeugen sowie 15 DRK-Rettungskräfte waren im Einsatz, der gegen 22.30 Uhr zu Ende war.

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Artikel vom 23.11.2011

Steinbeißer frisst sich in Betonklotz

Wie ein Steinbeißer frisst sich der Kettenbagger in die Überreste des Wohnblocks
Südring 138.

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FOTO: PETER LISKER

WEISSENFELS/MZ. Der Wohnblock im Weißenfelser Südring 138 war einmal. Immer und immer wieder frisst sich der Greifer eines 25 Meter hohen Kettenbaggers der Tollwitzer Recyclingwerke in die Überreste des zu DDR-Zeiten erbauten Betonklotzes, in dem einmal 87 Wohnungen ein Zuhause für Bewohner der Wohnungsbau Wohnungsverwaltung GmbH (WVW) waren. Aufgrund des zu hohen Leerstandes entschied das kommunale Unternehmen den Abriss, der in wenigen Tagen abgeschlossen sein wird, wie Bauleiter Dieter Lisker von der Firma aus Tollwitz vor Ort Auskunft gibt.

Die abgetragenen Betonteile sind nicht etwa nutzloser Müll, mit dem niemand mehr etwas anzufangen weiß, sondern gefragtes Baumaterial für den Straßenbau. "Die Teile des zerlegten Wohnblockes werden als Unterbau und auch für Parkflächen verwendet", sagt Lisker. Etwa 3 000 Tonnen abgebrochenen Betons kämen an der Abbruchstelle im Südring zusammen - Mengen, die in großen Containern zur Wiederverwertung abtransportiert werden. Es geht laut zu am ehemaligen Wohnungsstandort, aber nicht staubig. Denn der Bagger, der an den Steinbeißer mit den großen starken Händen aus Michael Endes "Unendlicher Geschichte" erinnert, ist mit einer Sprühvorrichtung ausgestattet. "Der Beton wird mit Wasser angefeuchtet, das bindet den Staub", erläutert Bauleiter Lisker.

Doch der gefräßige Steinbeißer, den Baumaschinisten wie Rüdiger Kirchberg und Thomas Oberkersch abwechselnd steuern, spuckt nicht nur Betonstücke aus, sondern lässt ebenso Badewannen, Kunststoffteile und Teerpappe mit lautem Getöse fallen. All das wird bei der Weißenfelser Firma Cortek entsorgt, ist weiter zu erfahren.

Die letzten Mieter, die hier noch bis zum Sommer gewohnt haben, können teilweise von ihren Fenstern gegenüber mitverfolgen, wie schwere Technik den Wohnblock zermalmt. Mit Unterstützung der WVW haben Hausbewohner nach Versammlungen und Einzelgesprächen im August neue Quartiere bezogen, blickt WVW-Chefin Kathleen Schechowiak zurück. "Diese Wohnungen haben wir modernisiert, mit neuen Bädern und Teppichböden ausgestattet, dabei hatten die Bürger Mitspracherecht", sagt die Geschäftsführerin.

Während der Bagger weiter seinen Hunger auf Beton stillt und den Block zerlegt, führt Schechowiak in eine leerstehende Wohnung in der Südstadt. Die verwaisten vier Wände dienen derzeit als Ersatzteillager. "Nicht nur Betonbrocken werden wiederverwendet", sagt Schechowiak. Das betreffe auch Zählertafeln und -schränke, außerdem Briefkastenanlagen sowie Türen, Wechselsprech- und Schließanlagen. Diese seien ebenso wertvoll und aus diesem Grund lange vor den Abrissarbeiten ausgebaut und gesichert worden.

"Wir haben in Modernisierungsarbeiten investiert und dabei Wünsche berücksichtigt, damit die Mieter zufrieden sind", lässt die Wohnungswirtschaftsexpertin die letzten drei Monate Revue passieren. Zudem koste der Abriss dieses einen Wohnblocks mit einer Fläche von 2 600 Quadratmetern immerhin 100 000 Euro. Mit 60 Euro je Quadratmeter sei die Maßnahme finanziell aus dem Programm Stadtumbau Ost gefördert worden.

"Was wir im nächsten Jahr an Abrissen oder Teilabrissen wo und wie realisieren können, hängt von der Höhe der Fördermittel ab, die wir bekommen", kündigt Schechowiak an. Sie erwarte in diesen Tagen den Bescheid. Ein straffes Sparprogramm - ohne Aufnahme neuer Kredite - sei angesagt und deshalb würden die eingelagerten Teile wieder einer Nutzung zugeführt - entweder durch die WVW selbst oder durch andere Firmen. Interessenten gebe es reichlich.

Mittlerweile habe das größte Wohnungsunternehmen der Stadt viele Wohnungstüren "aus den Ersatzteillagern" verkauft und bei Betrieben der Region dankbare Abnehmer gefunden. "Das ist kein Billigkram, das sind Holzfurniertüren von richtig guter Qualität, von denen eine mal um die 1 500 Euro gekostet hat", weiß die 41-Jährige zu berichten.

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Artikel vom 19.10.2011

Hilfe für den Tierschutz

Wohnungsunternehmen unterstützt Verein Saale - Rippachtal Fördermitglied.

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FOTO: Michael Thomé

Weißenfels/MZ - damit haben die Vorstandmitglieder des neuen Tierschutzvereins Saale-Rippachtal nicht gerechnet. Kathleen Schechowiak, Geschäftsführerin der Wohnungsbau- verwaltung Weißenfels (WVW) GmbH überreicht ihnen gestern Vormittag einen Spendencheck in Höhe von 2.475 Euro als Starthilfe für eine wirksame und argerechte Tierschutzarbeit.

"Ich bin sehr dankbar für dieses Geschenk", betonte die Vorstandsvorsitzende Rita Wagner. Das Geld werde man unter anderem zum Beispiel noch offener Tierarztrechnungen verwenden. Seit der Gründung des Tierschutzvereins im Sommer dieses Jahres werde man mit Fundkatzen regelrecht überhäuft. Viele davon habe man tierärztlich versorgen und auch kastrieren lassen, um weiteres Katzenelend zu vermeiden, erzählt Vereinsschatzmeisterin Edeltraut Gieler. Momentan betreuen die Tierschützer 14 Katzen, die gleiche Anzahl haben sie bereits in ein neues Zuhause vermitteln können.

Die an den Verein überreichte Spende ist das Ergebnis einer Aktion des Wohnungsunternehmens während eines Festes zum 20-jährigen Firmenjubiläums Mitte September. Durch Beiträge der MZ sei man auf den neuen Verein aufmerksam geworden, berichtet Geschäftsführerin Kathleen Schechowiak. "Wir haben unsere Gäste gebeten, auf Blumen und Geschenke zu verzichten und stattdessen für den Tierschutz zu spenden", erzählt sie. Da der gerade gegründete Verein damals noch kein eigenes Konto hatte, habe man die Spenden der 26 Sponsoren vorübergehend verwaltet und nun an die Tierschützer übergeben.

Die Weißenfelser Wohnungsbaugesellschaft möchte es allerdings nicht bei dieser einmaligen Aktion belassen, sondern Fördermitglied im Verein werden. "Viele unserer Mieter haben Tiere die sie lieben. Und wir als Unternehmen wollen auch dafür sorgen, dass zum Beispiel Katzen an Futterstellen in der Weißenfelser Körnerstraße und am Kornwestheimer Ring eingefangen, kastriert und zurück gesetzt werden", erklärt Kathleen Schechowiak .

Für die Zusammenarbeit mit dem neuen Verein habe man sich auch entschieden, weil er sich im gesamten Altkreis Weißenfels engagiert und auch ein Tierheim bauen möchte, in dem Hunde, Katzen und Kleintiere bis zu ihrer Vermittlung artgerecht untergebracht werden.

Die ist das erklärte Hauptziel des Tierschutzvereins, der momentan in Verhandlungen über den Kauf eines dafür geeigneten Grundstücks im Teuchener Raum steht. Im November treffen sich die Tierschützer mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dieter Stier und Vertretern der Theißener Wohnungsbaugesellschaft, um über eine Zusammenarbeit zu sprechen.

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Artikel vom 17.10.2011

Neuer Internetauftritt - kundenfreundlich und einfach

Webauftritt

Pünktlich zum 1. Oktober stellt die WVW ihre neue Internetpräzenz in den alten und neuen Firmenfarben rot - für die Dächer - und grün - für das viele Grün in der Stadt vor.

"Das Internet hat einen hohen Stellenwert als Mittel der Informations- und Kontaktaufnahme. Um dem gerecht zu werden war eine Aktualisierung notwendig. Besonderen Wert hat die WVW auf eine kundenfreundliche und einfache Bedienung gelegt. Wir haben uns das Ziel gesetzt tagaktuell zu sein" so Kathleen Schechowiak, Geschäftsführerin der WVW.

Die Angebotspalette wurden um Objekte, die zum Verkauf stehen ergänzt. So können Interessierte neben Wohnhäusern und Eigentumswohnungen auch Baugrundstücke im Netz vorauswählen und sich über die Kaufangebote informieren.

Alle Mietwohnungsangebote sind mit Innenaufnahmen und einen sehr anschaulichen Grundriss untersetzt. Möblierungsvorschlägen in den Wohnungsgrundrissen machen Lust auf Neues. Neu ist auch die Vorstellung der gesamten Mannschaft der WVW. Neben der Möglichkeit jetzt auch per E-Mail Kontakt aufzunehmen, können die Kunden ab sofort ihren Ansprechpartner auswählen und direkt ansprechen. Umwege über Zentralen sind somit nicht mehr nötig.

Mit der neuen Internetseite sind auch Sprechzeiten, Dienstag von 8.00 bis 12.00 und 13.00 bis 18.00 Uhr und Donnerstag von 8.00 bis 12.00 und 13.00 bis 16.00 Uhr eingeführt worden. An diesen Tagen haben alle Mieter die Garantie ihren gewünschten Ansprechpartner anzutreffen.

"Hiermit reagieren wir auf Kundenwünsche, um wechselnde Gesprächpartner zu vermeiden. Natürlich wird auch niemand an anderen Tagen wggeschickt, jedoch könnte es sein, dass der bekannte Ansprechpartner auf Grund von Objekt- und Mieterbesuchen vor Ort nicht persönlich zur Verfügung steht", erklärte Frau Schechowiak. Besuchen Sie die WVW einfach unter bekannten Internetadresse: www.wvw-gmbh.de

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Artikel vom 12.10.2011

Bürgerbüro in Weißenfels vor der Fertigstellung

Stadtverwaltung kann bald Luft holen -
Ein modernes Bürgerzentrum entsteht hinter historischen Mauern

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FOTO: Laber

Weißenfels (hl). Zu einem Rundgang durch das zukünftige Bürgerhaus hatten der Oberbürgermeister der Stadt, Ronny Risch und Bernd Steudtner, als Vertreter der Wohnungsverwaltung Weißenfels GmbH eingeladen. Neben Mitarbeitern der Verwaltung waren auch Stadträte der Einladung gefolgt. In der Großen Burgstraße 1 und in der Klosterstraße 2 sind umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt wurden, um mehreren Ämtern ein neues Domizil zu geben. Doch bereits im ersten Raum machte sich Unmut bemerkbar. Die Ursprüngliche Stuckdecke ist mit einer Zwischendecke abgehängt, also dem Auge verborgen und ehemalige Bögen und Säulen in der Innenarchitektur beseitigt.

Stadtrat Otto Klein fühlte sich eher wie in einem Autohaus als in einem historischen Gebäude. Bernd Steudtner setzte dagegen dass moderne Arbeitsbedingungen auch eine ordentliche Beleuchtung , Abluftsysteme und Kabelschächte benötigt, die mit der alten Decke nicht umzusetzen waren. Vom Erdgeschoss der Großen Burgstraße 1 ging es über einen Flur in das Nachbargebäude. Beide Häuser sind miteinander verbunden und bildeten wahrscheinlich schon in früheren Jahren eine Nutzungseinheit. Um die Barrierefreiheit der Verwaltung zu gewährleisten wurde im Innenhof zwischen beiden Gebäuden ein neues Treppenhaus mit Lift errichtet. Jede Etage erhält eine kleine Küche und Sanitäranlagen.

Neben den vielen neuen Zwischenwänden und verkleideten Decken weißt der Hausherr aber auch auf viele restaurierte alte Türen hin. Durch Jahrhunderte von An- und Umbauten ist das Haus ein undurchschaubares Labyrinth auf verschiedenen Ebenen, welches auf ein gut geschildertes Leitsystem wartet.

Die Fassaden wurden farblich dezent gestaltet. In der Klosterstraße 2 ist es der in den Resten gefundener Originalton. Für das Gebäude in der Burgstraße entscheid man sich für ein helles Grau. Wenn die Bauarbeiten gut vorangehen können in vier Wochen die ersten Möbel gerückt werden. 65 neue Arbeitsplätze werden in dem Komplex entstehen.

Der ursprüngliche Gedanke, den Eingang zum Bürgerbüro an die Gebäuderückseite zu verlegen ist zugunsten des jetzigen Haupteingangs wieder aufgegeben wurden. "Das allerdings, so Robby Risch, wird wohl die Umgestaltung der Klosterstraße in eine verkehrsberuhigte Zone nach sich ziehen, denn der Eckeingang liegt genau an der Ecke zweier enger, und stark befahrenen Straßen."

Inzwischen sind auch die Gerüste an den vier schmucken Kavaliershäusern neben der Marienkirche gefallen. Mit der Restaurierung dieser Gebäude mitten im Zentrum der Stadt wird Weißenfels ganz beachtlich an Attraktivität gewinnen.

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Artikel vom 07.10.2011

Stuckdecke wird unsichtbar

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WEISSENFELS/MZ. "Ich dachte, ich betrete ein Autohaus. Hier ist ein kalter Funktionsraum ohne Gesicht entstanden", schimpfte Otto Klein (Fraktion Bürger für Weißenfels). Gemeinsam mit anderen Stadträten war er am Donnerstagnachmittag zu einem Rundgang durch das neue Bürgerzentrum an der Ecke Große Burgstraße / Klosterstraße gekommen. Und bereits im Vorfeld hatte ein hinter einer Zwischendecke aus Gipskarton verschwundener Deckenstuck im Erdgeschoss ein deutlich vernehmbares Grummeln ausgelöst.

Klein beklagte, dass nicht nur die Decke im Stil der späten Biedermeier-Zeit verschwunden ist, sondern auch wichtige Merkmale der bisherigen Innenarchitektur wie Rundbögen und Säulen. Letztere seien nur Pappmaché und somit ohne Wert gewesen, argumentierte Bernd Steudtner, als ehemaliger Chef der Wohnungsbau Wohnungsverwaltung Weißenfels GmbH (WVW) mit der Baustelle bestens vertraut. Für den Einzug der Zwischendecke führte er bauliche Gründe ins Feld. Moderne Abluft- und Beleuchtungssysteme für das Bürgerzentrum installieren und gleichzeitig die Stuckdecke sichtbar erhalten - das sei nicht miteinander vereinbar gewesen, so die Argumentation des Bauherren. Für die Stadt, die künftig Mieter im WVW-Gebäude sein wird, schlug Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) in die gleiche Kerbe: "Wir können nicht ein Museum aufbauen und gleichzeitig moderner Dienstleister sein."

Verärgert über das Verschwinden der Stuckdecke ist jedoch auch Olaf Witt, Inhaber des Eiscafés "Drei Schwäne" in der Jüdenstraße, das sich früher in dem Haus an der Ecke Große Burgstraße / Klosterstraße befand. Als er das Gebäude 1992 / 93 umgebaut hat, habe ihm der Denkmalschutz die Auflage erteilt, die Stuckdecke sichtbar zu erhalten, sagte er gegenüber der MZ. Seinerzeit habe er als Grundlage für die Rekonstruktion sogar ein Gutachten finanzieren müssen. "Ich verstehe nicht, warum hier im Laufe der Zeit mit zweierlei Maß gemessen wird", so der Weißenfelser Geschäftsmann.

Ungeachtet der Debatte um die verschwundene Stuckdecke hatte Oberbürgermeister Risch noch am Donnerstagmittag ein sportliches Ziel ausgerufen. In zwei Wochen könne der Umzug an den neuen Verwaltungsstandort beginnen. Beim Rundgang drei Stunden später sprach Bernd Steudtner allerdings von einem Bauende in etwa vier Wochen. Dass selbst dieses Ziel ehrgeizig ist, davon konnten sich die Stadträte selbst überzeugen. Versprüht doch das Haus mit seiner neuen Fassade im Inneren mehr noch den Charme einer Baustelle als den eines modernen Verwaltungsstandortes.

Den Vorwurf, verantwortungslos mit alter Bausubstanz umgegangen zu sein, wollte Steudtner im Übrigen nicht auf sich sitzen lassen. "Wir haben 25 alte Türen aufgearbeitet", berichtete er während des Rundgangs durch die beiden oberen Etagen, in denen künftig rund 60 städtische Mitarbeiter aus den Bereichen Finanzen und Ordnungsamt, Kindertagesstätten, Schulen und Wohngeld ihren neuen Arbeitsplatz haben werden.

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Artikel vom 23.09.2011

Alte Post ist wieder auf dem Posten

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FOTO: MICHAEL THOMÉ

WEISSENFELS/MZ. Wie ein Leuchtturm steht es an der Merseburger Straße in der Weißenfelser Neustadt. Das Gebäude mit der Hausnummer 47 und seiner Fassade in Orange wurde gestern nach gut anderthalbjähriger Bauzeit schlüsselfertig an die Wohnungsbau Wohnungsverwaltung Weißenfels GmbH (WVW) übergeben. Planer und Handwerker feierten mit Vertretern der Stadt und des Stadtrates sowie Nachbarn und ersten künftigen Mietern, die die WVW an den Standort der ehemaligen alten Post eingeladen hatte.

"Das Haus zeigt Mut zur Farbe und ist eine Bereicherung für die Neustadt", sagt Julia Eichardt. Die Mitarbeiterin der benachbarten Zahnarztpraxis "Am Märchenbrunnen" hat die gesamte Bauzeit hautnah miterlebt und freut sich nun über eine freundliche Ausstrahlung und dass der Platz nebenan gewonnen hat und deutlich aufgewertet wurde. "Stadt, Kewog und WVW, Planer und Bauausführende haben hier an einem Strang gezogen", würdigt der ehemalige WVW-Geschäftsführer Bernd Steudtner die Zusammenarbeit. Knapp 1,9 Millionen Euro habe das kommunale Wohnungsunternehmen mit Unterstützung durch städtebauliche Fördermittel investiert, um einen Schandfleck aus der Nachbarschaft des Märchenbrunnens verschwinden zu lassen.

Die alte Post, die mehr als 20 Jahre leer stand, sei im Oktober 2009 bis auf die Grundmauern abgerissen worden, 2010 begann der Rohbau, so Steudtner. Ursprünglich sollte das mehrgeschossige Wohn- und Geschäftshaus schon im April dieses Jahres seiner Bestimmung übergeben werden, lässt der Bauherr, der in diesem Jahr in den Ruhestand verabschiedet wurde, die von ihm angeschobenen Arbeiten weiter Revue passieren. Doch durch den langen Winter habe sich die Bauzeit verzögert. Zudem habe es eine Nutzungsänderung für die Gewerberäume im Erdgeschoss gegeben. "Eigentlich wollten wir hier ein gemütliches Stadtteil-Café mit einer kleinen Konditorei einrichten", erinnert Steudtner. Denn so etwas fehle als Treffpunkt in der Neustadt. Dieses Vorhaben habe sich aber nicht realisieren lassen, weil es keine geeigneten Bewerber dafür gab, bedauert er.

Inzwischen erfüllen eine Facharztpraxis, ein Friseursalon und Logopäden als Mieter auf dem Gebiet des gewerblichen Sektors das mit einem Fahrstuhl ausgestattete Haus mit Leben. Für die 15 Wohnungen mit einer Größe von etwa 60 bis 75 Quadratmetern interessieren sich etliche Bewerber, ist von Kathleen Schechowiak, seit April WVW-Chefin, zu erfahren. Drei Wohnungen im obersten Stockwerk haben Terrassen, während die sich auf der Südseite befindlichen Wohnungen über Balkone verfügen. Ein Dutzend Bewerber erhalten Montag und Dienstag Gelegenheit, Wohnungen zu besichtigen. Weitere Interessenten können sich an die WVW wenden, Telefon 03443 / 29 24 32.

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Artikel vom 19.09.2011

Porträt aus schwarzer Pappe

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FOTO: MZ

WEISSENFELS/MZ. "Herzlich willkommen!" - Mit diesen Worten und einem strahlenden Lächeln begrüßt Kathleen Schechowiak ihre Gäste. Die Geschäftsführerin der Wohnungsbau Wohnungsverwaltung Weißenfels (WVW) will mit ihnen gemeinsam den 20. Geburtstag der WVW feiern.

Neben Vertretern aus Politik und Wirtschaft sind die Mieter und alle anderen Besucher auf dem Georgenberg gern gesehen. Die Gemeinsamkeit soll deutlich gemacht werden. "Hier ist heute für jeden Besucher etwas dabei", freut sich Kathleen Schechowiak.

Dafür haben sich die Mitarbeiter so viel an Programm einfallen lassen, dass die Feier schon fast einen kleinen Volksfestcharakter bekommt.

Das lässt sich beispielsweise Leonie Stück nicht entgehen. Das Weißenfelser Mädchen sitzt still auf dem Stuhl. Ganz langsam und sorgfältig trägt Yvonne Schröder mit Pinsel und Farbe verschiedene Ornamente auf das Gesicht des Mädchens. Nach und nach arbeitet sie Glitter in die Muster, bis die Blumenmotive fertig sind. "Das sieht toll aus", freut sich Leoni Stück.

Zamir Yushaev präsentiert dagegen eine ganz außergewöhnliche Kunst. Mit einer Schere schneidet er in schwarze Pappe die Profile seiner "Kunden" hinein. Eine Fotografie könnte kaum genauer sein. Davon überzeugt sich neben anderen Besuchern auch Marie Christel. "Das sieht richtig gut aus", lobt die Weißenfelserin. Das Mädchen will sich das Werk in ihr Zimmer hängen.

Auf der Bühne bringt "Leticia" ihre kubanische Stimme zu Gehör und das "Schauorchester Ungelenk" sorgt für unvergleichliches Comedy-Spektakel. Clown, Hüpfburg und Kindertheater lassen die Herzen der kleinen Besucher höher schlagen. Es sind aber auch die Mitglieder des Tierschutzvereines Saale-Rippachtal anwesend. Mit einer Tombola machen sie auf ihre Arbeit aufmerksam und sammeln unermüdlich Spenden für den guten Zweck.

Wer es ruhiger angehen lassen will, nimmt sich für die extra für das Jubiläum erstellte Chronik Zeit.

Darin steht geschrieben, wie sich die Wohnverhältnisse in den vergangenen zwei Jahrzehnten nach und nach verbesserten. Aufgeführt ist, dass Zentralheizungen eingebaut und die Fenster isoliert wurden.

Des Weiteren steht geschrieben, dass die die Außenanlagen im Laufe der Zeit wesentlich verschönert wurden. Beispielsweise 1995 im Stadtteil Weißenfels-Nord zwischen dem Röntgenweg und dem Heuweg. Die vielen "Vorher-Nachher-Aufnahmen" in dem Heft sind jedoch die besten Zeugen, was sich in den vergangenen 20 Jahren alles getan hat an den Gebäuden der WVW.

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Artikel vom 15.09.2011

Ein Traum in Himbeere

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FOTO: PETER LISKER

WEISSENFELS/MZ. "Mausgrau is nich - mausgrau wird man selbst, ich will was Frisches", sagt Hildegard Schilling lachend. Die kleine zierliche Frau empfängt uns schon gutgelaunt an der Wohnungstür, obwohl sie den Umzug in die neuen vier Wände gerade erst mit Hilfe ihrer Tochter hinter sich gebracht hat. Ein himbeerfarbener Teppichboden sollte es unbedingt für den Neuanfang sein. Und damit bewies die älteste Mieterin im Rahmen des Umzugs von einem Wohnblock in den anderen im Weißenfelser Südring viel Mut zur Farbe.

"Sich so eine ausgefallene kräftige Farbe für den Fußbodenbelag auszusuchen, das hat mich überrascht und beeindruckt", erklärt die Geschäftsführerin der WVW Wohnungsbau Wohnungsverwaltung Weißenfels GmbH, Kathleen Schechowiak, schmunzelnd. Die Vermieterin gratuliert mit einem Rosenstrauß. Denn die 87-jährige Hildegard Schilling gehört zu den ersten Mietern, die aus ihren Einraumwohnungen im Südring 138 umgezogen sind nach gegenüber. Das Haus, das sie zuvor bewohnt hat, kann sie vom Fenster aus sehen. Es wird in einigen Wochen nicht mehr da sein, weil hier das Leben fehlt.

Für 13 weitere Bewohner richtet das kommunale Unternehmen in den benachbarten Plattenbaugebäuden mit den Hausnummern 134 und 136 wunschgemäß Wohnraum her - neue Bäder, neue Auslegware stellt die WVW zur Verfügung. Im November soll der Block mit seinen dann 87 leerstehenden Wohnungen, in dem die alte Dame bis vor kurzem zu Hause war, abgerissen werden. "Es muss sein, denn wir haben hier immerhin 45 Prozent Leerstand", gibt WVW-Chefin Schechowiak zu bedenken. Die meisten betroffenen Mieter zeigten in einer Versammlung Verständnis für die Maßnahme und willigten in einen Umzug ein.

"Als ich hörte, dass unser Block in Süd abgerissen werden soll, da war ich ganz schön niedergeschlagen", gibt Hildegard Schilling zu. Sie dachte, in ihrem Alter nicht noch mal die Wohnung wechseln zu müssen. Inzwischen hat sie sich nebenan eingelebt und zeigt stolz ihr kleines Reich - mit der nagelneuen Auslegware in Himbeere. "Ist sie nicht ein Traum, passend zu meinen Vorhängen", schwärmt die rüstige Seniorin, die sich noch selbst ihr Mittagessen kocht und einkaufen geht. Auch das Bad mit den neuen Fliesen in Beige gefalle ihr. "Es ist schön, dass wir Mieter einbezogen wurden und uns vor dem Umzug die Farben mit aussuchen durften", meint die betagte Rentnerin zufrieden.

Auf das Jubiläumsfest am Samstag auf dem Georgenberg freut sie sich und will es mit ihrer Schwester Brigitte Schulze, die in der Otto-Schlag-Straße auf dem Kugelberg wohnt, hingehen. "Das Wetter muss mitspielen und meine Gesundheit auch", räumt Hildegard Schilling ein. Seit die WVW besteht, fast so lange sei Frau Schilling Mieterin. "Da gehöre ich eigentlich auf das Fest", erklärt sie mit einem schelmischen Blick.

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Artikel vom 01.09.2011

Chefin setzt auf Bürgernähe

WEISSENFELS/MZ. Auf 40 Seiten zusammengefasst liegt es nun für die nächsten zehn Jahre vor - das Unternehmenskonzept 2011 bis 2021 der Wohnungsbau Wohnungsverwaltung Weißenfels GmbH (WVW). Kathleen Schechowiak, seit April dieses Jahres Geschäftsführerin des größten Wohnungsunternehmens der Stadt und deren hundertprozentige Tochter, hat es Donnerstagabend im nichtöffentlichen Teil der Sitzung des Stadtrates vorgestellt und danach im Gespräch mit der Mitteldeutschen Zeitung auf "knallharte Prämissen" verwiesen. Ohne Fremdkapital, das heißt ohne Finanzierung durch Banken, und damit ohne hohen Zins und ebensolcher Tilgungsleistungen soll das Papier umgesetzt werden. Die drei Schwerpunkte liegen laut WVW-Chefin auf Abriss beziehungsweise Teilabriss, auf Verkauf und auf Sanierung von Wohnungen.

Noch in diesem Jahr, wenn das Wetter mitspielt, soll es am 1. November mit Abrissmaßnahmen im Weißenfelser Südring losgehen. Kathleen Schechowiak verwies auf 87 Einraumwohnungen. "Hier haben wir 45 Prozent Leerstand zu verzeichnen", berichtete die Wohnungswirtschafterin. Alle Mieter seien sehr ausführlich über die Situation informiert worden, um sie auf einen möglichen Wohnungswechsel in der Südstadt vorzubereiten - zunächst während einer Versammlung, dann in Einzelgesprächen.

"Es gab Tränen, die Emotionen waren extrem", erinnerte sich die 40-jährige Chefin. Und sie habe jede Menge Verständnis dafür. "Abriss ist für die Mieter ein Problem. Deshalb lege ich viel Wert auf persönliche Kontakte", versicherte die erste Frau im Unternehmen. An so manche Tür habe sie geklopft, einer betagten Mieterin, die gerade aus dem Krankenhaus entlassen worden war, einen Strauß Blumen überreicht. Und mittlerweile würden sich fast alle auf ihre neuen vier Wände in Süd freuen, die momentan hergerichtet werden. Das betrifft sowohl Fachschüler des Medizinischen Bildungszentrums (MBZ) als auch Rentner, die sich momentan mitten im Umzug befinden. Die älteste Mieterin ist etwa 90 Jahre alt.

"Den Standard der 1980er Jahre, in denen die Wohnungen gebaut wurden, können die Bewohner getrost vergessen", sagte Schechowiak. Denn als Dank der WVW gibt es unter anderem neue Teppichböden und neue Fliesen, bei Bedarf auch gemusterte Tapeten nennt sie Beispiele. "Die Einwohner honorieren das Erfüllen ihrer Sonderwünsche und halten uns die Treue", zeigte sich die Betriebswirtin erleichtert. Für die Umzüge investiere die WVW 25 000 Euro. Zudem erhalte jeder Mieter 150 Euro, zum Beispiel für Telefonanschluss-Ummeldungen und die Änderung der Wohnanschrift beim Einwohnermeldeamt. "Wir haben bei diesem Vorhaben in Süd bis jetzt nur einen einzigen Mieter verloren", sagte die aus dem Harz stammende Geschäftsführerin. Das Thema Abriss / Teilabriss spiele in den nächsten Jahren auch im Plattenbaugebiet Kugelberg eine Rolle im Zuge des Stadtumbaues. Während in Süd vier Gebäude betroffen seien, handele es sich auf dem Kugelberg um zwei Häuser. Erste Mieterumfragen in der Hardenbergstraße hätten ergeben, dass von 40 Familien 39 den Teilabriss wollen. Das beziehe sich auf die obersten Etagen, in denen keiner mehr wohnen wolle. "Wir werden dafür auch keine Fahrstühle einbauen, weil das zusätzliche hohe Kosten verursachen würde", sagte Kathleen Schechowiak.

Über das Ergebnis der Umfrage mit dem klaren Mietervotum für Teilabriss habe die Geschäftsführerin gestaunt. Denn schließlich werde die Maßnahme ohne Schmutz- und Lärmbelästigung nicht gehen.

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Artikel vom 30.05.2011

Unternehmenskonzept soll in vier Wochen stehen

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WEISSENFELS/MZ. "Weißenfels war die Stelle, die mich gereizt hat, außerdem ist die Stadt hübsch und für mich deutlich besser als ihr Ruf", sagt Kathleen Schechowiak. Die Wohnungswirtschaftlerin erkenne zudem eine ganze Menge Potenzial für mehr Lebensqualität und wolle dabei ordentlich mithelfen.

Auch wenn die taffe Immobilienfachwirtin erst im April die Geschäftsführung bei der Weißenfelser Wohnungsbau Wohnungsverwaltung (WVW) auf dem Georgenberg übernommen hat, arbeitet sie bereits seit Oktober vergangenen Jahres hier. "Ich habe die Zeit intensiv genutzt, um das Unternehmen genauestens kennenzulernen, das Bernd Steudtner 17 Jahre lang geführt und entwickelt hat", lässt die 40-Jährige ein halbes Jahr Bestandsaufnahme Revue passieren. Mit diesem sinnvollen Vorlauf, "den Zahlenberg rauf und runter", sei sie gerüstet, wisse zum Beispiel, wie alt der älteste Mieter, der älteste Mietvertrag und wie hoch der Wohnungsleerstand bei der WVW sei und was er dem Betrieb im Jahr koste. "Eine dreiviertel Million Euro", weiß die gebürtige Thalenserin, die seit zwei Jahrzehnten in der Wohnungswirtschaft zu Hause ist, bei der Gebäudewirtschaft in ihrer Heimatstadt am Harz gelernt hat, später in leitenden Positionen von Wohnungsfirmen in Magdeburg, Aschersleben und Halle tätig war.

In Sachsen-Anhalt wolle sie bleiben, sagt die selbstbewusste Frau, die mit ihrem Lebenspartner - ebenfalls Chef eines Wohnungsunternehmens - im Saalekreis wohnt. "Alles ist gut organisiert, man unterstützt sich gern", weiß die gestandene Expertin aus ihren beruflichen Erfahrungen zu schätzen. "Ich bin außerdem ein Team-Mensch", erklärt sie.

Momentan schreibt die neue WVW-Chefin am Unternehmenskonzept. Ende Juni soll es stehen. "Unsere Hauptthemen sind der Stadtumbau mit Abriss und Rückbau, die ersten Vorhaben wollen wir bis 2013 umgesetzt wissen", kündigt Kathleen Schechowiak an. Die resolute Frau verbindet damit Aufwertung von Wohnraum und -umfeld, unter anderem mit der Schaffung von Terrassen im Plattenbaugebiet im Südring. "Der Erfolg hängt maßgeblich davon ab, wie wir die Mieter in unsere Projekte integrieren", ist Kathleen Schechowiak überzeugt. In Sachen Altbausubstanz und deren Sanierung spricht sie von "Fluch und Segen in Weißenfels". Die WVW müsse genau schauen, welche Gebäude sie behalten wolle und welche sie verkaufen müsse. "Man kann nicht alles sanieren und hoffen, dass es auch vermietbar ist", sagt sie.

Was derzeit fehle, sei gehobener Standard von Wohnungen - Größe und Lage spielten dabei eine entscheidende Rolle. Hier müsse die WVW zulegen, um bedarfsgerechte Angebote für interessierte und anspruchsvolle Mieter zu schaffen.

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Artikel vom 01.04.2011

Bernd Steudtner verabschiedet
Langjähriger Chef der WVW gibt die Geschäftsführung ab.

VON BIRGER ZENTNER

WEISSENFELS/MZ - Gebäude am Markt oder in der Saalstraße, das Bootshaus, der Georgenberg 25 als Firmensitz und natürlich viele Wohngebäude tragen irgendwie auch die Handschrift von Bernd Steudtner. 17 Jahre stand er als Geschäftsführer an der Spitze der Wohnungsbau und Wohnungsverwaltung Weißenfels (WVW). Gestern wurde der 69-Jährige aus dieser Funktion mit einem Empfang im Rathaus verabschiedet. Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) würdigte Steudtners Engagement für die Gebäude der Stadt und somit auch für das Stadtbild.

70 Prozent der WVW-Wohnungen seien mittlerweile saniert. Steudtner habe seit seiner Amtsübernahme 1993 aus einem maroden Betrieb ein modernes Bau- und Wohnungsunternehmen gemacht, sagte Risch. Und er habe sich auch für die Unterstützung des Ehreamtes sowie vieler Vereine in der Stadt eingesetzt. Steudtner, der in Markkleeberg bei Leipzig geboren wurde, in Heidelberg aufwuchs und schließlich von Nürnberg zurück zu seinen Wurzeln kam, dankte vor allem den Mitarbeitern des Unternehmens für die jahrelange Zusammenarbeit.

Ebenso den Geschäftspartnern in Planungs- und Architekturbüros, Banken und Verwaltungen sowie den Aufsichtsratsmitgliedern. "Die Zusammenarbeit war nicht immer konfliktfrei, aber letztlich gewinnbringend für die Stadt", so Steudtner. Der gelernte und studierte Kaufmann wird Weißenfels noch einige Zeit die Treue halten. Einerseits als Geschäftsführer der Weißenfelser Wohnungsbau GmbH und der Parken GmbH und andererseits als Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins. Die Führung der WVW übernimmt jetzt die 29 Jahre jüngere Immobilienfachfrau Kathleen Schechowiak. Bei einem Glas Sekt und einem kleinen Büfett musste Steudtner dann noch viele Hände schütteln. Rund 50 Frauen und Männer aus Kommunalpolitik, Wirtschaft, Sport und anderen Bereichen der Stadt hatten sich im Rathaus eingefunden und kramten gemeinsam mit ihm in Erinnerungen der letzten 17 Jahre.

Viele Menschen kamen zur Verabschiedung von Bernd Steudtner, dem hier Sabine Hänel von der Beschäftigungsgesellschaft Kösa die Hand schüttelt.

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